Ausgestaltung von Chefarzt-Verträgen: Ärztliches Handeln unter ökonomischem Druck

Konträre Positionen zwischen Krankenhausträgern und Ärzteschaft

 

2006 +++ Hans-Jürgen Maas +++ Quelle: Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 11 vom 17.03.2006, Seite A-666 / B-573 / C-553
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&id=50614


Die von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) herausgegebenen Beratungs- und Formulierungshilfen zur Ausgestaltung von Chefarzt-Verträgen stoßen auf zunehmenden Widerstand und in wesentlichen Regelungsinhalten auf vehemente Ablehnung der Ärzteschaft – dies zunehmend seit der im Jahr 2002 herausgegebenen 6. geänderten Auflage. Sowohl in berufspolitischer als auch in berufsrechtlicher Hinsicht geben folgende Vertragsregelungen Anlass zu erheblicher Kritik:

Das DKG-Vertragsmuster wird in nicht akzeptabler Weise geprägt durch eine ökonomische Dominanz, welche die medizinischen Notwendigkeiten ärztlichen Handelns in den Hintergrund treten lässt.