Die Homepage im Internet ist ein mächtiges Marketinginstrument, das von vielen Kliniken sträflich vernachlässigt wird
Die Zielgruppe im Blick

2006 +++ Nicklas Geisendorf +++ Quelle:  kma 02/06, 40-43 Klinik-Webseiten: www.so-faengt-man-kunden.de

 

Ein zweiter Kardinalfehler der Navigation liegt darin, von der internen Organisationsstruktur aus zu denken, statt sich zu fragen: Was erwartet der Patient? Der möchte in aller Regel wissen:

Ø      Was erwartet mich in dieser Klinik?

Ø      Worin bestehen ihre besonderen Leistungen?

Ø      Welche Vorteile bietet sie mir? Wie sieht es dort aus?

Ø      Wie komme ich dahin? Und wen kann ich dort ansprechen?

Ø      Wer die Wünsche des Nutzers im Hinterkopf behält, erspart sich beliebte Dummheiten wie das unsägliche "Wir über uns" an oberster Stelle der Navigation.

Ø       

Denkbar wäre etwa folgende Anordnung: Eine Startseite begrüßt den Patienten, es folgt eine Aufstellung der Abteilungen. Auf deren Unterseiten werden  Besonderheiten geschildert. Tipps für Patienten verraten, was bei einem Krankenhaus-Aufenthalt zu bedenken ist. Danach folgen Anfahrtskizze und Klinik-Geschichte, auch eine Stellenbörse lässt sich integrieren. Angebote zur Kontaktaufnahme und das gesetzlich vorgeschriebene Impressum dürfen eben so wenig fehlen wie ein Pressebereich und eine Sitemap, auf der alle Seiten gut strukturiert verzeichnet sind.


Nur wenn in all diesen Bereichen dieselben Schlüsselwörter verwendet werden, steigt das Ranking der Seite. Die Dichte der Schlüsselwörter sollt im Fließtext bei etwa drei bis fünf Prozent liegen.

 

Auch für die Gestaltung einer Website gelten die Vorgaben des Heilmittelwerbegesetzes (HWG). Damit dürfen beim Internetauftritt keine dem medizinischen Fach zuzuordnenden Personen in Berufsbekleidung und mit Bezug auf eine Behandlung oder mit medizinischem Gerät gezeigt werden. Auch Vorher-Nachher-Bilder und Berichte über Heilungserfolge sind untersagt, ebenso die Nennung spezieller Medikamente und Hersteller. Darstellungen von Therapien oder die Beschreibung von Krankheitsbildern dürfen nicht ins Netz, damit sich Laien nicht selbst zu behandeln versuchen. Verboten sind ebenfalls Fachausdrücke, sofern sich die jeweilige Webseite an das allgemeine Publikum wendet und die Begriffe nicht im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet werden. Das Fachpublikum darf solche Information lesen, jedoch nur in einem Bereich, der mit Passwort vor dem Zugriff durch Laien geschützt ist.