So lässt sich die
tägliche Briefflut leicht bewältigen
2008 +++ Theresia Wölker +++ Quelle: Ärzte Zeitung, 02.09.2008
(Auszüge)
Eine Checkliste für den Posteingang und -ausgang hilft im hektischen
Praxisalltag, den Überblick über die Briefberge zu behalten. Ärzte können sich
nicht um die ganze Post kümmern. Bei der Bearbeitung der Briefe sind besonders
die Arzthelferinnen gefragt.
* Zuständigkeitsbereich abklären: Wer darf die Post unterschreiben? Wer
hat die finanzielle Verantwortung für die Postkasse, Frankiermaschine? Die
Postvollmacht gehört in die Stellenbeschreibung und in die
Arbeitsplatzbeschreibung der jeweiligen Arzthelferin.
* Post vorsortieren: Gibt es Irrläufer? Persönliche Schreiben und
Privatpost sollten nicht geöffnet werden. In einer internen Regelung muss
festgelegt, wie mit der Praxispost, Befundbriefen und Röntgenbildern zu
verfahren ist, und welche Befunde eingescannt oder eingelesen werden. Gleiches
gilt für den Umgang mit Werbebriefen.
* Eingangsstempel: Schon aus rechtlichen Gründen sollte die gesamte
Eingangspost mit dem Tagesdatum versehen werden. Je nach täglicher Postmenge
kann auch darüber nachgedacht werden, automatische Brieföffner zu kaufen. Sie
sind schneller als das Öffnen von Hand. Zudem schützen sie die Postinhalte
besser als normale Brieföffner.
* Schriftstückkontrolle: Anlagen, die beigefügt werden sollen, sind auf
ihre Vollständigkeit hin zu überprüfen. Das ist besonders wichtig bei
Patientenbefunden, Gutachten oder anderer behördlicher Korrespondenz. Fehlen
Anlagen, muss sofort ein Vermerk auf den Briefumschlag und der Arzt informiert werden.
* Vorbereitung der Praxispost: Briefe sollten gelesen, Wichtiges im Text
markiert und Laborwerte oder Formulare wie das Rezept dazugelegt werden in die
Postmappe. Die Post ist außerdem nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu ordnen.
Zeit ist kostbar - deshalb ist die Delegation der Postvorbereitung für Ärzte
mit knappem Zeitbudget unverzichtbar. Klare Kriterien, was wie vorbereitet,
eingescannt oder ergänzt werden muss, bevor es der Praxisführung vorgelegt
wird, können in einer Teambesprechung mit der zuständigen Arzthelferin und
ihrer Vertretung festgelegt werden. Posteingänge werden in Vorsortiermappen
gelegt und nach der Sprechstunde dem Arzt zur Kenntnisnahme vorgelegt.
* Überprüfung der Postmappe: Wenn der Arzt die Briefe durchgesehen und
an die Arzthelferinnen zurückgegeben hat, muss unbedingt kontrolliert werden:
Welche Anordnungen hat der Arzt gegeben? Was muss kopiert, abgelegt oder
versendet werden? Sind die notwendigen Unterschriften geleistet? Sind bestimmte
Abrechnungsnummern zum Beispiel für die Beantwortung behördlicher Anfragen, für
Kopien und Postversand in den Computer eingegeben oder in Rechnung gestellt
worden? Schriftstücke, die noch diktiert und separat bearbeitet werden müssen,
sind in eine andersfarbige Mappe einzuordnen und dem Arzt erneut vorzulegen.
* Wiedervorlagetermine notieren: Wichtig ist die Einhaltung von Fristen,
etwa für die Erstellung eines Gutachtens oder die Beantwortung behördlicher
Anfragen.
* Postversand: Freigestempelte Sendungen können in Sonderumschlägen in
den Briefkasten geworfen oder direkt beim Postamt abgegeben werden. Postkarten
gehören schon aus Datenschutzgründen der Vergangenheit an.