Es ist kein Geheimnis, dass Praxen bzw. Tageskliniken für Ambulante Operationen mittelständische Unternehmen sind. Trotzdem hängen viele freiberufliche Operateure dem Wunsch nach, eine Standesorganisation wie die Kassenärztliche Vereinigung werde ihre Interessen schon richtig vertreten.

Dies trifft in der Wirklichkeit nicht zu. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind im ständischen Denken der Berufsverbände verhaftet und gleichzeitig als Selbstverwaltungsorgane des Staates mittelbare Staatsverwaltung. Sie sind also keine staatsunabhängigen Interessenvertretungen. Sie bewegen sich nur langsam mit dem Staat und den anderen Selbstverwaltungsorganen. Wichtige Trends wie z.B. das Ambulante Operieren werden nicht unterstützt. Wichtige Rahmenbedingungen wie z.B. die Europäische Union werden nicht verstanden.

Die gute Nachricht ist: Wir Ambulanten Operateure und Anästhesisten stellen uns den Dialog mit Krankenkassen und Staat anders vor, nämlich auf gleicher Augenhöhe als freiberuflich tätige Arzt-Unternehmer. Wir als Gruppe brauchen einen neuen Motor, keine alte Bremse. Wir brauchen Verständnis für ambulante Operationen und für zeitgemäßes, europa-kompatibles Management. Das wollen wir als Service-Gesellschaft aufbauen, teilen und darstellen.